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Die vierte Charlatanerie - Armee

Jacques-Louis David - Napoleon überschreitet den großen St. Bernhard-Paß


Die vierte Charlatanerie - Armee



Armee. In der Kindheit der Könige waren es Träume, Engelerscheinungen, unmittelbare göttliche Befehle, Propheten und wahrsagende Opferpriester, durch welche das Volk in Respekt gehalten wurde – dergleichen Charlatanerien werden jetzt von großen Regenten nicht gebraucht, weil eine gute Armee dieselben Dienste verrichtet. Die bessere Einrichtung des Militairs hat der Propheterey und Priesterschaft überhaupt Schaden gethan. Ehedem hieng die Sicherheit des Landes und der Erfolg des Kriegs meistens von dem Orakelspruch eines Begeisterten, irgend einer Hexe, von Fasttägen und vom mistischen Aufheben heiliger Hände ab. – Eine preußische Armee macht andere Manövers und hat andere Triebfedern – sie muß stehen, schlagen und siegen, und seitdem das Pulver und schwere Geschütz erfunden ist, wird die ganze Armade der Vorwelt nur noch von Antiquitätenkrämern kultivirt.

aus: (August Friedrich Cranz), Charlatanerien in alphabetischer Ordnung als Beyträge zur Abbildung und zu den Meynungen des Jahrhunderts, Erster Abschnitt, Auf Kosten des Verfassers, Berlin, 1781


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»Genieße und du wirst ihr die Binde herabreißen. Sieh, Karl, mit der Liebe ist es wie mit der Furcht: man wird von beiden geheilt, ist man dem Gegenstande seiner Zuneigung oder Bangnis nur genügend nahe. Du hättest mir sicher nicht deine Hilfe angedeihen lassen, wenn du es nicht gewesen wärest, der mich in die Arme der Schönen getrieben…