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Die zweite Charlatanerie - Adel

Ignace Spiridon - Odalisca

Die zweite Charlatanerie - Adel

Adel, ist ein schöner Jouvel, der aber seinen Werth und seinen Glanz von der Einfassung erhält. – Ein adeliches nackendes Fräulein deren Quartiere nicht in Gold gefaßt sind, bleibt meistentheils ein ungenoßnes Schaugericht – ein adelicher Junker ist eine Staatsnothwendigkeit welche für den civilsten Preis die Haut hergiebt, um die kostbare und reiche Einfassung des Bürgers zu schützen – kann zur Noth, bloß von der Ehre leben. Nachgerade fängt der Adel an vieles was seiner ursprünglichen Natur anklebt für Charlatanerien anzusehen – die Mesallianze, zum Exempel wenns auf die Entscheidung der wichtigen Frage ankommt; ob Pasteten oder Erdäpfel besser schmecken? 

aus: (August Friedrich Cranz), Charlatanerien in alphabetischer Ordnung als Beyträge zur Abbildung und zu den Meynungen des Jahrhunderts, Erster Abschnitt, Auf Kosten des Verfassers, Berlin, 1781



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NACH einem ausgiebigen Bummel durch die ChampsElysées an einem jener herrlichen Frühlingstage, an denen Lebenslust und Liebreiz der Natur in gleichem Maße alles, was die Weltstadt Paris an Frauenschönheit aufzubieten vermag, zu diesen freundlichen Stätten ziehen, hatten Arthur und Karl in nur geringer Entfernung von der menschendurchfluteten Allee ein Plätzchen gefunden.
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»Genieße und du wirst ihr die Binde herabreißen. Sieh, Karl, mit der Liebe ist es wie mit der Furcht: man wird von beiden geheilt, ist man dem Gegenstande seiner Zuneigung oder Bangnis nur genügend nahe. Du hättest mir sicher nicht deine Hilfe angedeihen lassen, wenn du es nicht gewesen wärest, der mich in die Arme der Schönen getrieben…